Was ist anders, wenn ein Orchester in historischer Aufführungspraxis
spielt? Im Neustadter Saalbau gab das Ensemble 1800
unter der Leitung von Fritz Burkhardt ... die Antwort mit zwei Sinfonien von Joseph Haydn und Mozarts Jupiter-Sinfonie. Das Publikum war begeistert...
... Verantwortlich für die Interpretation ist der Gründer und Leiter des Orchesters, Fritz Burckhardt. Bei ihm klang der zweite Satz der Symphonie Nr. 82 besonders leicht und tänzelnd. Der dritte Satz fiel durch betontes Rubato auf, das durch Gestaltung des Tempos bestimmte musikalische Betonungen und Strukturen schafft.
Die volle Rezension finden Sie in der Druckausgabe der Rheinpfalz vom 9.09.2009.
... Unter Leitung von Fritz Burkhardt musizierten der Neustadter Figuralchor, das Ensemble 1800 und sechs Vokalsolisten in einer Weise, die ebenso durch ihren Wohlklang wie durch interpretatorische Kompetenz, Engagement und schwungvoll-lebendige Gestaltung für sich einnahm...
... Das Ensemble 1800 spielte großartig...
Auch die Wahl der Solisten war glücklich ... Glänzend sang Thomas Jakobs seine im fünften Akt erfreulicherweise endlich etwas ausgedehnteren Tenorpartien. Seiner schlanken und klaren Stimme scheint der eigentliche Vortrag gar keine Mühe zu machen, so dass er seine ganze Aufmerksamkeit der Ausdeutung des Affektgehaltes zuwenden kann.
... Reicher, sehr langer Beifall in der gut besuchten Pauluskirche war die konsequente Folge.
Die volle Rezension finden Sie in der Druckausgabe der Rheinpfalz vom 9.06.2009.
... Da wurde prägnant und mit der spezifischen Schlankheit im Ton musiziert, dabei aber immer auf Klangschönheit geachtet. Fritz Burkhardt schlug muntere, doch nie überzogene Tempi an und sorgte für eine lebendig atmende Flexibilität im Ablauf ...
... Viel Applaus für einen Abend, der einen weitaus stärkeren Besuch verdient gehabt hätte.
Die volle Rezension finden Sie in der Druckausgabe der Rheinpfalz.
... Der Abend in der voll besetzten Pauluskirche wurde daher - dies schon einmal vorausgeschickt - zu einem vollen Erfolg. Allerdings konnte die erste Interpretation des Konzerts, Haydns Sinfonie Nr. 80 in d-Moll noch nicht so ganz überzeugen ... Bei Mozarts Konzert für Violine und Orchester Nr. 3 in G-Dur, KV 219, hingegen brillierte das Ensemble. Ausgefeilte Melodielinien und ein hervorragender Sinn für dynamische Ausgestaltung ließen diesen Teil des Konzerts zu einem wahren Hörerlebnis werden. Dazu trug in besonderem Maße der Solist Martin Jopp bei ...
... in der Speyerer Dreifaltigkeitskirche spielten Fritz Burkhardt und das von ihm geleitete, nach Grundsätzen der historischen Aufführungspraxis musizierende Ensemble 1800 die Schauspielmusik zu Egmont
und die Eroica
-Sinfonie und bereiteten beiden Werken eine erregende Wiedergabe.
... beim Einstimmen ... fallen schon die Besonderheiten des vibratolosen Spiels auf: ein klarer, präziser, schlanker Ton, weg vom sinfonischen Breitwandsound, zeichnerische Bleistiftstriche statt dicke Pinsel.
Egmont: Die historisierende Spielweise des Ensemble 1800 mit der buchstäblich sprechenden Artikulation und Phrasierung sowie Burkhardts Dirigat sorgen für eine markante Aufführung, in der jede Tonfolge, gerade auch in den Zwischenaktmusiken ihr eigenes Profil erhält.
Eine mitreißende, fulminante Wiedergabe erfuhr dann die Eroica
. Der Dirigent ließ das Orchester klangmächtig aufspielen. ... Die Musik klingt aufrührerisch, für damalige Ohren revolutionär, und alles Undomestizierte kommt in der Aufführung von Burkhardt und seinem Orchester bestens zur Geltung. Auch hier genaue Details, Nebenstimmen tauchen aus dem Hintergrund auf, Akzente werden hörbar, vor allem im Kopfsatz und im Finale. Geradlinig, ohne Larmoyanz wird der Trauermarsch intoniert, und im Scherzo lassen die Naturhörner wirklich einmal echte Jagdfanfaren klingen – eine erfrischend prägnante und kantige Interpretation.
Die volle Rezension finden Sie in der Druckausgabe der Rheinpfalz vom 5.09.2007.